Verlorene Lebenszeit

blog-orloj

Sicher hast Du Dich, verehrter Leser, des öfteren geärgert über manchen sinnlosen Verlust an Lebenszeit und Geld, welche du in den Besuch einer vom Chor bestallter Kritiker hochgelobten Theaterinszenierung oder Filmpremiere investiert hast. Vornehmlich was die filmischen Erlebnisse angeht, möchte man mitunter nur noch daheim vor der eigenen Leinwand (meine ist 3,5 Meter breit) sitzen und von der Zeit überprüfte und destillierte Streifen schauen. Und sich nicht mehr verführen lassen von Rezensionen, die nachträglich – und dem gebrannten Kind schon während der Lektüre – mehr wie das Elaborat einer distinguierten Werbeabteilung denn ein Dialog mit dem Autor des Werkes anmuten. Die Gründe dafür sind vielfältig, ich brauche sie hier nicht auszuführen (außerdem möchte ich ja ein guter Mensch bleiben). Bemerkenswert ist hierbei aber auch die Leidensfähigkeit wenn nicht gar Opferbereitschaft des Publikumsteils, der trotz der einen oder anderen Enttäuschung immer wieder in beachtlicher Anzahl ins Kino wandert.

Dieser Blog ist also ein einseitiger. Er will den Filmen und Theaterinszenierungen sowie dem Kulturbetrieb gerecht werden, ohne dabei unbedingt immer gerecht zu sein. Ergänzt wird er durch Glossen zum Kulturleben, zusehends Zeitgeschichtlichem und zu einigen genialen Wortschöpfungen.

ps